Gemeinsamer Träger von OGS und Betreuung (Bienenkorb) am Standort Klüt

Sehr geehrte Eltern,

mit diesem Informationsschreiben möchte ich Sie über wichtige Entwicklungen am Grundschulstandort Klüt informieren. Wie Sie möglicherweise der Presse entnommen haben, werden wir zum kommenden Schuljahr mit 16 Kinder die kleinste Schuleingangsklasse in Detmold bilden.  Die absolute Untergrenze für die Bildung einer Eingangsklasse liegt bei 15 Schülern. Von den 16 in Klüt angemeldeten Kindern sind 9 Kinder für die OGS angemeldet. Somit hätten wir für das kommende Schuljahr 33 Kinder in der OGS. Die Obergrenze für eine OGS-Gruppe liegt jedoch bei 29 Kindern. Mit der Aufnahme aller OGS-Kinder überschreiten wir die zulässige Gruppengröße. Durch Nichtaufnahme von OGS-Kindern würden wir die Klassenmindestgröße unterschreiten und eine Klassenbildung zum kommenden Schuljahr wäre nicht möglich. Vor dem Hintergrund dieser speziellen Situation hat die Stadt Detmold ausnahmsweise die Aufnahme aller OGS-Kinder zugelassen, entsprechende räumliche und personelle Bedingungen vorausgesetzt.

Die auch künftig zu erwartenden abnehmenden Schülerzahlen stellen für den Standort Klüt ein weiteres Problem dar. Jeder Schulträger, hier die Stadt Detmold, ist verpflichtet für ausgewogene Klassengrößen zu sorgen. Dies gilt insbesondere für die Klassen innerhalb eines Schulverbundes wie der Oetternbachschule. In Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold versuchen wir zurzeit Rahmenbedingungen wie z.B. die Schülerbeförderung zu verbessern, damit der Schulstandort auch für Eltern außerhalb Klüts interessant wird.  Darüber hinaus muss die Schule selbst ebenfalls versuchen, ihre Attraktivität z.B. durch gute Betreuungsbedingungen zu verbessern, denn ein gutes Betreuungsangebot hat aus Sicht vieler Eltern einen hohen Stellenwert.

Die Steigerung der Anmeldezahlen ist also für den Standort Klüt von existentieller Bedeutung. Erhöhte Anmeldezahlen bringen jedoch auch zwangsläufig einen größeren Bedarf an Betreuungsplätzen (OGS und Randstundenbetreuung) mit sich. Für die Kinder mit Betreuungsbedarf müssen angemessene räumliche Bedingungen gegeben sein, wobei nur Räume aus dem vorhandenen Raumbestand zur Verfügung stehen, da An- und Umbaumaßnahmen nicht durchgeführt würden. Die Doppelfunktion eines Raumes  wie Klassenraum/Betreuungsraum ist nicht als angemessene Räumlösung anzusehen. Die Schulkonferenz hat sich mit dieser komplizierten Fragestellung auseinandergesetzt und beschlossen, die Trägerschaft der beiden Betreuungsformen OGS und Randstundenbetreuung (Bienenkorb) in die Hand eines Trägers, Fürstin-Pauline-Stiftung, zu geben. Hierdurch werden folgende Vorteile erwartet:

  • Optimale Nutzung  der vorhandenen Räumlichkeiten für alle Kinder der Betreuungseinrichtungen
  • Bestmögliche Umsetzung eines gesamtpädagogischen Konzepts durch ein Betreuungsteam
  • Verbesserung der Organisationsstrukturen
  • Erweiterung der Ferienbetreuungszeiten für die Kinder in der Randstundenbetreuung
  • Synergieeffekte durch einen Träger für beide Betreuungsformen an beiden Standorten (Klüt und Jerxen-Orbke)

Die Entscheidung der Schulkonferenz ist vor dem Hintergrund der Attraktivitätssteigerung und damit auch der Standortsicherung getroffen worden. Ein nicht tragfähiges Raumkonzept würde bereits zum kommenden Schuljahr die Bildung einer Eingangsklasse gefährden.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Schreiben die Gesamtproblematik verdeutlichen und würde mich freuen, wenn die getroffenen Entscheidungen Ihre Unterstützung finden könnten. Für Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Für die „Bienenkorbeltern“ werden wir zeitnah nach den Osterferien einen Elterninformationsabend durchführen.

 

       H. Rüter, Schulleiter

(Elternbrief, den die betroffenen Eltern aus Klüt vor den Osterferien bekommen haben.)